Durchstanznachweis für Flachdecken und Einzelfundamente nach DIN EN 1992-1-1 §6.4. Berechnet kritische Rundschnitte u0/u1, Exzentrizitätsfaktor β, Bemessungsschubspannung vEd, Betonwiderstand vRd,c (§6.4.4), Grenzwert vRd,max (§6.4.5) und erforderliche Durchstanzbewehrung Asw.
Welchen kritischen Rundschnitt u_1 verwendet DIN EN 1992-1-1?
Der maßgebende Rundschnitt u_1 liegt im Abstand 2d vom Stützenrand (§6.4.2). Für eine 300×300mm Innenstütze bei einer 250mm Platte mit d=210mm: u_1 = 2(300+300) + 4π×210 ≈ 3837mm. Ein zweiter Rundschnitt u_0 am Stützenumfang prüft v_Rd,max (§6.4.5).
Was ist der Exzentrizitätsfaktor β?
β berücksichtigt die Momentenübertragung im Stützen-Platten-Knoten. Vereinfacht (§6.4.3(6)): β=1,15 für Innenstützen, β=1,4 für Randstützen, β=1,5 für Eckstützen. Bei vorhandenen M_Ed liefert die genaue Methode (eq.6.39 + Tabelle 6.1) einen präziseren β-Wert.
Wann ist Durchstanzbewehrung erforderlich?
Bewehrung ist erforderlich wenn v_Ed > v_Rd,c am Rundschnitt u_1. Erforderliche Fläche je Reihe: A_sw = (v_Ed − 0,75·v_Rd,c)·u_1·d / (f_ywd,ef·sin α) nach §6.4.5 eq.6.52. Bewehrung muss bis zum äußeren Rundschnitt u_out reichen.
Wie funktioniert die erhöhte Tragfähigkeit für Fundamente?
Für Einzelfundamente (§6.4.4(2)) wird v_Rd,c um den Faktor 2d/a ≥ 1 erhöht, wobei a der Abstand vom Stützenrand zur Resultierenden des Sohldrucks ist. "Einzelfundament" wählen und a (mm) eingeben.