EN 1993-1-1 Tabelle 6.2 ordnet Knicklinien nach Profiltyp, h/b-Verhältnis, Flanschdicke und Herstellungsart zu. Gewalzte IPE/HEA mit h/b > 1,2 und tf ≤ 40 mm: y → a, z → b. H-Profile mit h/b ≤ 1,2 und tf ≤ 40 mm: y → b, z → c. Geschweißte I-Profile tf ≤ 40 mm: y → b, z → c; tf > 40 mm: y → c, z → d. Imperfektionsbeiwerte α aus Tabelle 6.1: a0 = 0,13; a = 0,21; b = 0,34; c = 0,49; d = 0,76.
Was ist die Bezugsschlankheit λ̄?
λ̄ = √(A·fy / Ncr) mit Ncr = π²·E·I / Lcr². Bei Querschnittsklassen 1–3 wird die Bruttofläche A verwendet. Für λ̄ ≤ 0,2 kann Knicken nach §6.3.1.2(4) vernachlässigt werden.
Wie wird χ berechnet?
χ = 1 / (Φ + √(Φ² − λ̄²)) ≤ 1,0 mit Φ = 0,5·[1 + α·(λ̄ − 0,2) + λ̄²]. Der Knicktragwiderstand ist Nb,Rd = χ·A·fy / γM1.
Welche Knicklänge Lcr soll ich ansetzen?
Lcr = K·L: K = 1,0 (gelenkig), K = 0,7 (eingespannt-gelenkig), K = 0,5 (beidseitig eingespannt). Bei verschieblichen Rahmen kann K > 1,0 sein. Oft weichen die Werte für beide Achsen voneinander ab.
Deckt dieses Tool auch Druck + Biegung ab?
Nein. Nur reine Druckbeanspruchung (Gl. 6.49). Für Biegedruckstäbe gelten die Interaktionsgleichungen §6.3.3 (Gl. 6.61 + 6.62).
Gilt γM1 = 1,0 für alle Nationalen Anhänge?
Ja. NL (NEN-EN), DE (DIN EN), BE und FR bestätigen γM1 = 1,0 für §6.3.1.